Jugendbücher Zweiter Weltkrieg

Zum "Dritten Reich" existieren viele Lektüren, auch in unserer Bibliothek. Waren es früher vor allem Bücher zum Thema "Juden", die den Markt erreichten, sind es in den letzten Jahren auch oft Geschichten, die das Leben im Kriegsalltag beschreiben. Interessant ist bei den meisten dieser Lektüren, dass meist wahre Lebensschicksale, Erlebnisse im Zentrum stehen.

Das macht die Bücher packend und spannend. Und bereichert den Unterricht & die Allgemeinbildung extrem. Nicht selten lesen Jugendliche freiwillig grad mehrere Bücher.

Auf dem Potal "Politische Bildung" finden sich diverse Lebensbilder und Videosequenzen zu mutigen Menschen im Zweiten Weltkrieg.

Zu diversen der unten aufgeführten Lektüren gibts Unterrichtsmaterialien, z.B. im Ravensburger Verlag.

Ist das Thema heute noch aktuell? Artikel vom Tagesanzeiger (19.11.2011) Der nette Neonazi von nebenan.


Quiz

Die 4. Sek b hat als Klassenarbeit ein Quiz rund ums Dritte Reich/Nationalsozialismus zusammengestellt. Teste dein Wissen!

Viel Spass!

Hier gehts zum Quiz.


 --> Weitere Büchertipps zur NS-Zeit, zusammen gestellt von Geolino.

Die Russin - Michael Bamberger

Das Buch verfolgt Anas Geschichte über die Zeit der beiden Weltkriege.
St. Peterburg 1917, Russische Revolution. Alle Bediensteten des Zaren und Adelige wurden von den Bolschewiki getötet. Ana Petrovkas Vater gehörte zu den Bediensteten und so musste Anas Familie flüchten. Nach kurzer Zeit waren sie in Gewahrsam der Bolschwiken. In dieser Zeit erlebte Ana viele Qualen und sie verlor ihre ganze Familie. Durch die Deutschen wurde sie gerettet.

Berlin November 1918, der Erste Weltkrieg war vorbei. Ana kam in Berlin an.
Einige Jahre vergingen und Ana war glücklich verheiratet und hatte zwei Söhne. Sie lebte sehr bescheiden, doch im Jahre 1933, als Hitler an die Macht kam, kam es zu einer Wende in ihrem Leben. Ana erfuhr, dass ihre Mutter Jüdin gewesen war. Um ihre Familie zu schützen, flüchtete Ana, denn ihr Mann war eine wichtige Persönlichkeit in der deutschen Waffenherstellung. In der Fluchtnacht wurde Ana von einem SS-Soldat erschossen.

 

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es ist spannend und nicht kompliziert geschrieben. Man lernt durch dieses Buch viel über die Zeit von 1917-1933; Details aus dem damaligen Alltag, die ich in Verbindung mit den Fakten aus dem Geschichtsunterricht bringen konnte. Am Anfang dachte ich, das Buch sei langweilig, doch es wurde immer spannender und ich konnte nicht aufhören zu lesen.

 

Marijana Ilija


Anton oder die Zeit des unwerten Lebens - Elisabeth Zöller

Anton ist ein deutscher, leicht behinderter Junge, der in der Hitlerzeit lebte.
Als kleiner Junge hat er sich normal entwickelt wie alle anderen Kinder.
Er spielte, malte, und lernte zu sprechen. Zu dieser Zeit hatte Hitler schon alle
Parteien ausgeschaltet und die Macht an sich gerissen.
Da passierte es eines Nachmittags. Die Strassenbahn kreischten und Antons Mutter stürzte aus dem Haus. Antons Kopf war unter die Strassenbahn geraten.
Seitdem war Anton anders, anders als früher und anders als andere.
bald kam der erste Schultag. Antons Onkel war sein Klassenlehrer.
Alle Kinder verprügelten Anton und verspotteten ihn. Niemand wollte oder durfte nicht mit ihm spielen, nur weil er behindert war. Anton verstand das nicht. Auch der Direktor der Schule machte Anton immer fertig. Anton hatte aber kein Recht etwas zu sagen oder zu tun. Behinderte durften das nicht.
Immer wenn die Sirenen heulten, rannten alle in den Bunker. Anton wurde älter und man sah ihm die Behinderung deutlich an. Er konnte nicht mehr in den Bunker mit der Familie. Weil es schon zu eng dort drinnen war und man Anton natürlich als ersten heraus geworfen hätte.
So blieb er immer alleine im Keller und wartete bis die Entwarnung kam.
Es kam die Zeit, dass Anton fliehen musste. Denn immer mehr behinderte Kinder wurden in eine "Spezialschule" geschickt, wo sie dann auf irgendeine Weise "gestorben wurden". "Behandlung" war im Dritten Reich das Codewort für das Abtransportieren.
Man schickte Anton auf das Land zu seiner Tante, die ihn versteckte. Sie kümmerte sich liebevoll um ihn. Doch trotzdem kamen eines Abends zwei junge Männer in der SS-uniform und suchten Anton. Die Tante hatte ihn gut versteckt, so dass sie ihn nicht finden konnten. Es gab keine andere Lösung. Anton musste als tot gelten.
Und so überlebte Anton den Krieg und wurde über 60 Jahre alt.

 

Elizabet Lazarevic


Auszeit - oder der Löwe von Kauba -Reinhard Jung

Hannes, ein körperlich behinderter deutscher Junge, setzt sich mit dem Schicksal, das ihm als Behindertem im Dritten Reich zugemutet worden wäre, auseinander, indem er die Ereignisse von damals in sein eigenes tägliches Leben projiziert und so eine Art «Traum- und Scheinleben» entstehen lässt.


--> Wichtiges Buch zu einem Tabu-Thema. Im zweiten Teil des Buches sind verschiedene interessante Zeitdokumente wie Propagandamaterial und Beispiele aus Schulbüchern jener Zeit zu finden. Unbedingt empfehlenswerte Lektüre. Schwierig für leseungewohntere Jugendliche, das Switchen zwischen der "echten" Person Hannes und des imaginären "Hannes", der im Dritten Reich gelebt haben könnte.




Hanas Koffer - Karen Levine

Fumiko Ishioka lebt in Tokyo. Sie hat ein kleines Museum. In diesem Museum befindet sich der Koffer von Hana Brady. Fumiko hat sich zusammen mit einer Gruppe von Jugendlichen auf die Suche nach Hanas Geschichte gemacht. Von Japan aus haben die Jugendlichen recherchiert.
Hanna lebte zur Zeit des Dritten Reiches mit ihrer Familie in der Tschechoslowakei. Bradys waren Juden. Die Eltern hatten ein kleines Warengeschäft, das bald geschlossen wurde. Die Kinder durften nicht mehr zur Schule. Die Familie wurde getrennt und weggebracht, wie das allen Juden im Nationalsozialismus passierte. Hana und ihr Bruder wurden nach Theresienstadt gebracht. Danach kamen sie ins Konzentrationslager Auschwitz.

 

Ich fand das Buch sehr spannend und interessant. Es gab viele Emotionen bei den Betroffenen, was ich selber gut verstand. Das Buch ist am Anfang nicht so spannend, aber es reisst einen plötzlich mit. Ich wollte immer wissen, wie es weiter ging. Ich würde das Buch denen empfehlen, die gerne kurze, spannende Bücher lesen. Die Geschichte ist einfach geschrieben. Ich verstand alle Wörter. Das Buch hat mir gut gefallen.

 

Peter Koch


Ich bin ein Stern - Jnge Auerbacher

Inge war ein kleines jüdisches Mädchen. Sie lebte mit ihrer Familie in einem schwäbischen Dorf. Ab dem Jahre 1942 veränderte sich das Leben von Inge und ihrer Familie krass. Sie mussten plötzlich einen gelben Stern tragen, Inges Vater musste sein Geschäft aufgeben und die ganze Familie wurde ins Konzentrationslager gebracht. Inge und ihre Familie hatten riesige Angst vor dem Tod und von alldem, was auf sie zukommen würde. Inges Mutter konnte manchmal in der Küche des Konzentrationslagers beim Abwaschen helfen oder musste die Wertsachen der Toten sortieren. Inge wurde einmal sehr krank und ging knapp am Tod vorbei.
Ihre Familie probierte aus ihrer Situation das Beste zu machen. Als Hitlers Drittes Reich im Jahre 1945 langsam zusammenbrach, probierten die Nazis alles Mögliche zu zerstören. Inges Familie und all die, die im KZ waren, suchten Schutz in einem Keller. Als es dann ruhig wurde und man keine Schüsse mehr hörte, traute sich ein Mann aus dem Versteck. Er kam jubelnd zurück und sagte voller Freude, dass sie befreit wären. Die Freude der Gefangenen war riesengross. Sie hatten überlebt und konnten nun ein Hitler freies Leben ohne Angst und Schläge führen.

Das Buch ist sehr spannend geschrieben, weil es in der ICH-Form steht. Mich hat der Teil, als alle befreit wurden, am meisten beeindruckt. Ich hätte nie gedacht, dass alles so schnell gehen würde. Sie wurden angegriffen und versteckten sich im Keller. Da jemand so mutig war und sich getraute, nachzuschauen ob die Schüsse noch fallen und mit der Nachricht zurückkam, dass der Schreck und der grösste Alptraum des Lebens vorbei sei, faszinierte mich am meisten. Denn plötzlich war alles vorbei und alle Menschen waren extrem schockiert vor Freude. Nun konnten alle wieder ein neues Leben anfangen und sich ein neues Leben aufbauen, so wie sie es sich wünschten. Dieser Teil hat mich am meisten fasziniert.

Bettina Aerni


Tagträume und Bombennächte - Else Hübner

Elfi und ihre Familie mussten bei jedem Alarm, der in ihrem Dorf ausgelöst wurde, in den Bunker und solange dort bleiben, z.T. Nächte lang, bis das Entwarnungssignal erklang. Es gab Tage, da konnten sie gar nicht zur Schule, weil es zu gefährlich war. Elfi hatte viele Fragen, die sie sich in der Kriegszeit stellte, doch niemand beantwortete ihre Fragen. Der Einzige, der ihr zuhörte und sie verstand, war Galathea, ihr Baum, auf den sie kletterte, wenn es ihr nicht gut ging. Sie erzählte ihm alles, er war für sie wie eine gute Freundin in dieser Zeit.

Die Kinder wurden einmal für 2 Monate in die Berge geschickt, weil man sie schonen wollte. Es wie ein Ausflug mit der Klasse. Die Umstände dort gefielen Elfi aber gar nicht. Es gab strenge Regeln, weil natürlich der Krieg auch dort herrschte. Sie durften sich nicht weit von dem Lager entfernen, ansonsten kassierten sie sofort eine Strafe! Eigentlich wollte Elfi lieber wieder zurück, obwohl sie in den Bergen ganze Nächte durchschlafen konnte und nie von einem Alarm geweckt wurde. Aber sie wollte bei ihrer Familie sein; dort fühlte sie sich wohler! Als sie wieder zurück bei ihrer Familie war, beendete ein Krater ihre Kindheit. Elfi rannte hinaus und wollte die Ziege retten. Sie schaffte es nicht, die Ziege war tot und ihr Freund Galathea auch. Für Elfi brach eine Welt zusammen. Vielleicht wird Elfi den Krieg überleben, aber vergessen wird sie ihn NIE und sie wird ihn hassen, ihr ganzes Leben lang!!

Das Buch ist sehr einfach geschrieben, ich denke eher für jüngere Leute Die Geschichte an sich ist aber interessant und wenn man sich überlegt, dass das bei uns passiert wäre, dann würden wir auch anders darüber denken. Ein armes kleines Mädchen, das schon im jungen Alter sowas miterleben muss, wird das sicherlich nie vergessen. Sie wird ihr ganzes Leben lang Schäden von diesem Krieg in Erinnerung behalten! Ich finde das Thema super spannend, es war sehr interessant, so viel Verschiedenes vom 2. Weltkrieg zu erfahren aber auch traurig und hart.

Natascha Saxer


Dank meiner Mutter - S. Rabinovici

Schoschana Rabinovici erzählt hier die Geschichte ihrer Kindheit im Ghetto von Wilna und in den deutschen Konzentrationslagern Kaiserwald, Stutthof und Taunzin. Es sind Jahre, die geprägt sind von dem tagtäglichen Kampf um Nahrungsmittel, der Angst vor Terrormassnahmen. Mit ihren Kindheitserinnerungen setzt sie ihrer Mutter Raja ein Denkmal, ohne deren Stärke, Lebensklugheit und Willenskraft sie diese Zeit nicht überlebt hätte.

 

Ich finde das Buch okay. Am Anfang empfand ich das Buch als eher langweilig. Mit der Zeit konnte ich mich immer besser in die Person hineinversetzten und es gefiel mir immer besser. Ich würde denen das Buch weiter empfehlen, die interessiert sind, wie das Leben in Ghettos und Konzentrationslagern ablief.

 

Till Leuthard



David soll leben - Yuri Suhl

Lena und Herschel, ein junges jüdisches Ehepaar, das in Polen lebt, wird gezwungen, mit anderen Juden in ein Ghetto zu ziehen. Sie haben maximal 24 Stunden Zeit, ihre wertvollsten Sachen zusammen zu packen, ausschliesslich Möbel. Als Lena und Herschel im Ghetto ankommen, haben sie grosse Angst, sie wissen nicht was auf sie zukommt. Ein paar Tage später wird ein Befehl bekannt gegeben, dass alle Kinder unter 5 Jahren getötet werden müssen. Lena bekommt riesige Angst. Denn sie ist im 3. Monat schwanger. Also behält dies Lena für sich. Sie bringt einen gesunden Jungen namens David zur Welt. Herschel und Lena müssen David aus dem Ghetto schmuggeln. Zusammen mit den Partisanen schaffen sie es, den jungen David aus dem Ghetto zu bringen.¨

Ich habe keine schlechte Kritik für dieses Buch, da es mir sehr gefallen hat. Mich hat am meisten das junge Ehepaar Lena und Herschel beeindruckt. Sie mussten alles zurücklassen und ins Ghetto ziehen. Und immer noch haben sie sich nicht unterkriegen lassen. Denn die beiden haben auch dafür gesorgt, dass diese Partisanen-Untergrund Organisation funktionieren kann.

Kristin Toplanaj


Ab jetzt zählt jeder Tag - Tatjana Wassiljewa

Diese Geschichte spielte sich in Russland und Deutschland in den Jahren 1941- 1953 ab. Tanja war dreizehn Jahre alt als der Krieg anfing. Es herrschte Hungersnot in Russland; Tanja machte sich auf den Weg, um Korn zu suchen, damit ihre Mutter Brot backen konnte. Es war eine qualvolle und anstrengende Reise, die sie erlebte doch sie schaffte es, Korn nach Hause zu bringen. Eines Tages nahm man Tanja von ihren Eltern weg und brachte sie in eine Unterkunft in Deutschland. Wer hier nicht gehorchte, machte eine weitere Reise ins KZ. Für Tanja war es klar, nie aufzugeben und immer weiter zu arbeiten. Mit viel Willen und Lebensmut überstand sie diese schwere Zeit. Die Hoffnung, dass ihre Mutter noch lebte, konnte sie nie aus dem Kopf schlagen.

Als der Krieg vorbei war, war für Tanja klar, sie musste zurück nach Russland. Doch das ging nicht. Der Zug konnte nicht fahren, weil die Schienen kaputt waren. Sie machte also einen Aufenthalt in Belgien. Dort lebte sie bei einer vornehmen Familie, die sehr gut auf sie schaute. Tanja blieb viele Monate in Belgien und lernte einen sehr netten Jungen kenne. Mit ihm unternahm sie sehr viel. Der Junge erzählte ihr, dass er auch im Lager gewesen wäre und freigelassen wurde. Tanja sprach sehr viel mit dem Jungen über diesen schlimmen Krieg. Nach langem Warten durfte Tanja endlich wieder zurück nach Russland. Der Abschied von der Familie und dem Jungen fiel ihr sehr schwer.

Sie sah ihre zerstörte Heimat und gab doch nicht auf. Ihre Mutter lebte noch, doch sie sah sehr mager aus. Tanja wollte endlich ihren Abschluss machen und einen guten Beruf erlernen, damit sie ihre Familie ernähren konnte.

Diese vielen Jahren waren sehr, sehr anstrengend und sie lernte Tag und Nacht. Tanja lernte nicht vergebens. Sie wurde Deutschlehrerin in Leningrad und unterrichtete viele Jahre. Leider starb sie im Jahre 2004.

 

Das Buch war für mich sehr mitreissend. Mich nahm es in jeder Gelegenheit mit und ich fühlte mich, als wäre ich gerade dort. So nah stand sie mir. Am meisten beeindruckte mich, als Tatjana auf die Suche nach Korn ging. Sie unternahm eine schwierige Reise mit einem Schlitten, nur um für ihre Familie Korn zu holen, um zu überleben. Schlussendlich kam sie wieder unversehrt daheim an. Dass sie das so lange durchgestanden hatte und das sie so stark war, hat mich einfach fasziniert. Für ihr Alter war diese Reise nicht ungefährlich. Sie reiste durch Gebirge mit viel Schnee und starken Abhängen.
Dieses Buch ist einfach von A bis Z ein interessantes und spannendes Buch mit vielen eindrücklichen Ereignissen in dieser Zeit. Ich würde dieses Buch den Mädchen wie den Knaben empfehlen. Die Mädchen werden sicher mehr empfinden als die Knaben, aber mit einer Liebesgeschichte dahinter ist es für beide interessant.

 

Michelle Walker




Du darfst nicht schreien - Gudrun Pausewang

Arnold kann nicht weinen, als er zusieht, wie seine Mutter ermordet wird. Er sitzt er im Zimmer seines besten Freundes Georg. Wenn er schreien würde, würden sie ihn verhaften!
Die Geschichte spielt in Brünn, in der Tschechischen Republik im Jahr 1942, während dem 2. Weltkrieg.
Georg lebt in einem Wohnheim und geht ins Gymnasium. Er musst raus und sich eine Wohnung suchen. Er findet durch einen Kollegen eine Mietwohnung bei einer tschechischen Familie. Das Haus liegt vis-à-vis im deutschen Revier.
Eine Bedingung stellt die Vermieter-Familie aber: Georg darf weder das Fenster öffnen noch die Rollläden hochlassen. Er denkt, dass dies kein Problem werden sollte. Doch er täuscht sich.
Wieso die Rollläden unten bleiben müssen, erfahrt ihr, wenn ihr das Buch selber lest.
Also viel Geduld und Spass beim Lesen!Es lohnt sich!

 

Es war interessant zu lesen, wie sich ein Jugendlicher in dieser Zeit durchs Leben kämpfte. Die aus dem Leben gegriffene Geschichte hat mir gefallen. Ich empfehle das Buch allen, die jugendliche Hauptdarsteller lieben und erleben wollen, wie der Alltag im Dritten Reich für Jugendliche ablief.
Am meisten hat mich beeindruckt, wie Georg sich plötzlich verändern konnte resp. musste.

 

Yasin Üles


Das Jahr der Wölfe - Willi Fährmann

Im Sommer 1944 war noch alles in Ordnung für die Familie Bienmann: die Ernte fiel gut aus und das Vieh war gesund und munter wie noch nie.
Doch bereits ein Monat später, im Herbst 1994, kam es zu Kämpfen zwischen deutschen Soldaten und den Russen.
Bis zum Winter konnten die deutschen Soldaten die Russen noch zurückhalten, aber dann kam die grosse Wendung: Die Russen drangen in das Land ein und zerstörten alles, was auf ihrem Weg lag.
Die Menschen aus Preussen mussten als Erste fliehen, unter ihnen auch die Familie Bienmann. Zusammen mit unzähligen anderen Menschen, fuhren sie mit ihrem Wagen Richtung Westen.
Konrad lernte auf dieser Fahrt viel Schreckliches kennen: Neben Artilleriefeuer und brennenden Dörfern, begleitete ihn Angst und Furcht vor Ausbeutung und Gefangennahme durch die Russen.
Schliesslich, nach einer langen und sehr kalten Fahrt, kamen sie zu einem Bauernhof in Danzing. Dort wurden die Bienmanns freundlich aufgenommen und mit Essen wieder "aufgepäppelt".
Noch in dieser Nacht gebar Frau Bienmann ein Mädchen, das sie Elisabeth taufte.
Nach dieser anstrengenden Nacht, kam die furchtbare Nachricht, dass die Russen auch bald in Danzing ankommen würden.
So packten Konrad, seine Geschwister und seine Eltern ihre Sachen wieder ein und fuhren weiter.
Auf dieser Reise war das Elend für den Knaben Konrad gross. Eineinhalb Tage gab es kein Wasser zum Trinken. Beim Vorbeifahren einiger Bauleute erfuhr Konrad dann, das die nächste Stelle, an der der Treck halten sollte, Berlin sei.
In der Nacht beschloss die ganze Familie Bienmann, aus dem Treck zu schleichen und zum Bruder des Vaters zu gehen.
Die Flucht gelang der Familie und schon am nächsten Morgen konnten sie ihre Verwandtschaft in die Arme schliessen.

Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil das Buch so geschrieben is,t wie es damals war. Das hat viele Gefühle in die Geschichte gebracht.
Auch war es spannend geschrieben und es hat mir Spass gemacht, das Buch zu lesen.
Ich empfehle das Buch all denen weiter, die gerne spannende 2.Weltkrieg-Bücher lesen, in denen es nicht nur ums Ballern geht, sondern auch um die Leute, die fliehen müssen oder sonst vom Kriegsalltag betroffen sind.


Joël Runge


Miriam - Aimée Sommerfeldt

Eines Tages betrat Hanne Norwegens Hauptstadt Oslo. Es war das Haus, wo Miriam gewohnt hatte.
Wer diese Miriam eigentlich war, wie sie aussah, das wusste Hanne nicht.
Und niemand konnte ihr darüber Auskunft geben.
Sie wohnte im Dachgeschoss, in Miriams Zimmer. Hanne war immer neugierig und fragte den Vater, wer diese Miriam überhaupt wäre und wo sie jetzt wohne.
Doch immer wieder sagte ih der Vater:" Frag nicht so viel, sei ruhig! " Aber in jener Zeit der Dritten Reiches galt die Devise, je weniger man wusste, umso besser war es.
Natürlich hätte das Hanne wissen müssen. Es war ja Krieg. Vater, Mutter, alle Menschen sprachen nur vom Krieg.

Einmal hörte Hanne plötzlich eine Stimme. Sie wandte sich um. Es war Miriam. Die Zeit verging, Hanne und Miriam schlossen enge Freundschaft. Miriam war eine Jüdin und Hanne Norwegerin.
Eines Tages lernte Miriam Bert kennen und lieben.
Doch Berts Eltern waren gegen ihre Beziehung, weil Bert kein Jude war, sondern Deutscher.
Tage und Wochen gingen dahin...
Endlich schlossen alle Frieden. Der Krieg war zu Ende
Und am Schluss war Miriam für Berts Eltern nicht mehr nur geduldet, sondern erwünscht !
 
Das Buch fand ich spannend, da man auch liest, wie die Juden unter dem Hitler-Europa behandelt wurden.
Nämlich wie ein Stück Dreck oder Luft...oder schlimmer.
Gott sei Dank endet das Buch mit einem Happyend. Miriam und Bert wurden nach dem Krieg von seinen Eltern akzeptiert !
Ich empfehle dieses Buch jedem.


Tea Tomic


Die Kinder aus Theresienstadt - Kathy Kacer

Weisse Schwäne, schwarze Schwäne - I. Vos

Es gefiel mir, dieses Buch zu lesen, denn es war sehr spannend geschrieben, wenn man einmal begann darin zu stöbern und richtig los zu lesen, konnte man das Buch „Weisse Schwäne Schwarze Schwäne“ kaum mehr aus der Hand legen. Als es darum ging, dass die jüdische Hausfrau der Familie rausgeschmissen wurde, fieberte ich so richtig mit, weil es einfach unfassbar spannend war. Ich würde dieses Buch jedem weiter empfehlen, ob Junge oder Mädchen, ob jung oder alt, es ist einfach ein tolles Buch. Es fesselte mich wirklich sehr, weil ich das Gefühl hatte ,in dieser jüdischen Familie drin zu stecken, obwohl ich es gar nicht war. Man spürt die Gefühle über die Zeilen heraus.

 

Sascha Fischer




Als Hitler das rosa Kaninchen stahl - Judith Kerr

Die Geschichte spielt vor Kriegsbeginn, als Hitler für die Wahlen kandidiert. Er hat bereit viel Macht über Deutschland und übt diese auch aus.
Anna ist ein junges Mädchen, das zusammen mit ihrer Familie in Deutschland wohnt. Es ist eine jüdische Familie, wenn auch keine praktizierende. Trotzdem bekommt sie den Hass gegen die Juden bereits zu spüren. Kurz vor den Wahlen beschliesst ihr Vater,  in die Schweiz auszuwandern, da er mit einem Sieg Hltlers rechnet und Angst hat, dass man ihnen die Pässe wegnehmen wolle, da er ein berühmter jüdischer Schriftsteller ist.
Annas Vater geht voraus und nach einer Woche kommt die ganze Familie nach.
In der Schweiz leben sie bei einer Familie am Zürichsee. Anna darf in die Dorfschule. Anna geniesst die Schweiz, auch wenn sie nicht ganz verstehen kann, wieso sie aus Deutschland weggehen mussten. Doch in der Schweiz kann Annas Vater nicht weiter schreiben, weil die Schweizer Zeitungen seine Texte nicht veröffentlichen. Die Familie zieht darum weiter nach Frankreich.

Nach anfänglichen Sprachproblemen erhält Anna  eine Auszeichnung vom Bürgermeister für ihren Aufsatz über das Flüchtlingssein. Und dann erfährt sie, dass sie und ihr Bruder zu ihrer Grossmutter ziehen sollen, weil Ihr Vater ein Angebot bekommen hat, für eine Zeitung in England zu schreiben.
Doch dann erhält ihr Vater ein Brief von einem Regisseur, der bereit wäre, eines seiner Drehbücher zu verfilmen; das hiesse, dass die Familie nicht getrennt werden müsste.

Dieses Buch befasst sich damit, wie ein kleines Mädchen den Nationalsozialismus sieht, und was sich in seiner direkten Umgebung verändert. Es hat jedoch sehr wenig direkte Verbindungen zu Hitler oder Nazideutschland. Es dreht sich mehr darum, wie es ist, ein Flüchtling zu sein.
Es ist sehr einfach und interessant geschrieben. Man kann mitfühlen, was in Anna vorgeht. Am meisten hat mich beeindruckt, wie erwachsen Anna mit der ganzen Situation umgehen kann. Sie ist sehr optimistisch und sieht selten das Schlechte an jeder Situation.


Katy Villaverde


Flucht nach Venedig - D. Napoli

Reise im Gegenwind - Myrna Grant

Rose war eine sehr fröhliche und aufgeweckte Person. Sie war künstlerisch begabt, sie tanzte sehr gern und wollte Bildhauerin werden. Sie war in verschiedenen Freundeskreisen, die anfangs mit den Toten geredet hatten, wechselte jedoch  zu einem christlichen und hörte vieles über Jesus. Obwohl sie Jüdin war, übergab sie Jesus ihr Leben. Sie half den Armen, den Kindern die nichts zu Essen hatten.
Als sie eines Tages mit Kindern unterwegs war, nahmen die Nazis Rose und die
Kleinen fest, dann wurden sie ins KZ Auschwitz gesteckt. Sie litt wahnsinnig. Alle Juden waren am Verhungern. Gegenseitig halfen sie sich.
Doch mit der Zeit mochten sie Rose nicht mehr, denn sie glaubte an denselben Gott wie die Nazis. Rose musste im KZ schreckliche Arbeiten machen. Sie musste z.B. die Leichen herum tragen und Gräber schaufeln. Ihr fiel mal die Schaufel auf den Boden, weil sie zu schwach war. Ein Nazi schlug sie voller Wucht ins Gesicht. Am nächsten Tagkam sie frei, sie fuhr in das Dorf, wo sie herkam um ihre Familie wieder zu sehen, doch alle waren tot bis auf ihre Schwester.

Dieses Buch ist in der Ich-Form geschrieben. Es ist gut verständlich und sehr
spannend und krass geschrieben. Ich fand dieses Buch sehr interessant. Es hat mich gleich gepackt, als ich anfing, es zu lesen. Auch bei Detailbeschreibungen wird es nicht langweilig.


Noelia Arias


Das Tagebuch des David Rubinowicz - D. Rubinowicz

Das Buch ist aus der Sicht des Protagonisten, wie er den Alltag im Dritten Reich erlebt hat, in Tagebuchform geschrieben.
David war Jude. Er wurde unterdrückt und hatte Todesangst.

David war 12 Jahre alt, als er mit diesen Tagebucheinträgen begann. Als Jude durfte er nicht zur Schule gehen. Er schrieb alles auf, was in dieser schlimmen Zeit mit den Juden, mit ihm und seiner Familie passierte. Als er dann im Jahr 1942 mit seinen Tagebucheinträgen aufhörte, wurde er kurze Zeit später mit seiner Familie im deutschen Vernichtungslager in Treblinka ermordet.

Das Buch ist spannend zu lesen, was die Ereignisse betrifft.
Jedoch ist es nicht so spannend und packend geschrieben, es ist nicht viel mehr als eine einfache Beschreibung des Geschehens. Ich fand es hart, wie der Junge sich durchgekämpft hat und nie die Hoffnung verlor. Es gab Zeiten für ihn, da wusste er nicht mehr, ob er ein menschliches Wesen war. Er musste alleine sehr schwierige Situationen durchstehen.


Mischa Kaufmann


Hölle über Hawaii, Reinhold Ruthe; Pearl-Harbour-Kiegsheld, 7.12.1941, Mitsuo Fuchida - Befehlshaber der jap. Luftwaffe, Leben und Wirken


Der Mann mit der Narbe; Kari Finje; Weltkrieg in Norwegen; ein deutscher Soldat, ein russischer Gefangener und ein Norweger im Kampf zwischen  Freundschaft und Feindschaft. Versteckt bei Todesstrafengefahr.. eine spannende Geschichte, beruhend auf Tatsachenberichten.

Fundevogel oder Was war, hört nicht auf - Cordula Tollmien

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs liegt Dresden in Trümmern. Viele Menschen haben ihr Zuhause verloren, Kinder ihre Eltern, Mütter ihre Söhne oder Männer oder andere Verwandten.
Eines Tages steht die kleine Elisabeth vor der Türe der Familie Winter. Wo sie herkommt, wer sie ist, weiss keiner. Zunächst spricht sie kaum, doch nach und nach öffnet sie sich und beginnt sich um das Geschehen rund um sie herum zu interessieren.
Familie Winter setzt sich dafür ein, Elisabeth behalten zu können. Das Mädchen (und mit ihr der Leser) erfährt vieles über die Bombardierung Dresdens und die Nachkriegszeit, die Hintergründe der Schwarzarbeit, die Auswanderung, das Überleben in Trümmerlandschaften und vieles mehr.

Viele z.T. recht unbekannte Details und Zusammenhänge werden in diesem Buch auf subtile Art geschildert. Das Buch ergänzt die vielen "Kriegslektüren" auf menschliche Weise. Der Text ist gut lesbar und ansprechend. Bestens empfohlen!

Textausschnitte in amazon - search inside


 

Jugendbücher mit Schwerpunkt "Juden & Holocoust"

  • Ein Haus für alle; Ursula Wölfel

    Carlsen , Stuttgart, 2004, 442 S. TB

    Geschichtliches: Zweiter Weltkrieg, Soziales: Euthanasie
    mit Zeittafel, Worterklärungen, Literaturangaben

    Deutschland-Österreich vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, Beginn der Machtübernähme durch Hitler, 1933, Alltag, der sich iunter dem Nationalsazialismus verändert, Behinderungen bei Kindern, Kinderheime, Euthanasie bei Behinderten im Dritten Reich, Natifunktionär in der Familie, Freundsschaft--> dichte Erzählung mit sehr vielen authentischen, geschichtlichen Details aus dem Lebensalltag des deutschen/österreichischen Volkes

    interessantes, spannendes Buch über das Schicksal einer Familie mit einem hohen Natifunktionär als Vater und einem geistig behinderten Kind...


  • Erzählt es euren Kindern - Der Holocoust in Europa; Stéphane Bruchfeld/Paul A. Levine; Drittes Reich, Holocaust, Zweiter Weltkrieg, Biografisches, Rassismus, Kinder und Behinderte als Versuchstiere, Antisemitismus, Juden, Dokumente, Lagerpläne, Fotos

sehr eindrückliches Buch, gut illustriert, das die Geschehnisse rund ums Dritte Reich aussagekräftig dokumentiert; sehr empfehlenswert!

Niederlande im Dritten Reich, Nationalsozialismus, Verstecken von Juden vor den Nazis, Beschaffung von geheimen Ausreisepapieren, Mut, starke Jungen, Untergrundarbeit

Francke Verlag, Marburg, 2003, 400 S. TB

Geschichtliches: Zweiter Weltkrieg Widerstand, Nationalsozialismus, Juden, Behinderte, Endlösung an behinderten Kindern, Versuche, Aktion T-3, Zivilcourage, Mut, Rettung von Kleinkindern aus Vergasungsanlagen, Rolle von Kirchen, Pfarrer , Drittes Reich, Helden, Berlin 1939, Propaganda und Hitlerjugend, Macht und Lügen des Regimes

dickes Buch aber eindrücklich


  • Engel im KZ Holocoust - der ergreifende Bericht eines jüdischen Mädchens; Jan Mankell

TELOS/Schwengeler Verlag, Berneck, 1989, 175 S. Tb

Juden / Geschichtliches: Zweiter Weltkrieg
Die wegweisende Biografie; Holocoust, arischer Vater verlässt jüdische Familie, Warschauer Getto, KZ, Konzentrationslager, Drittes Reich, Theresienstadt, "Endlösung der Judenfrage", Zwangsarbeit, Nationalsozialismus, Kinderschicksal, Freundschaft, Religion


Beltz & Gelberg, Weinheim & Basel, 1999, 199 S.

Geschichtliches: Zweiter Weltkrieg, Juden
Warschau 1939, Zweiter Weltkrieg, Drittes Reich, Polen, Judenverfolgung, Janusz Korczak, Waisenhaus, starke Menschen, Getto, starke Mädchen , starke Jungen, Untergrundbewegungen, Widerstand, Holocoust, Treblinka, Vernichtungslager, Wiedersehen in Israel 50J. danach, Helden, Mut, Liebe


Haenssler, Holzgerlingen, 2002 , 380 S. Tb

Geschichtliches: 2. Weltkrieg, Juden / Freundschaft
Erzähltes Leben

Antisemitismus, Selbstaufgabe, Opferbreitschaft, für Freunde sterben, Judenvernichtung, Flucht in USA, Nachfahren jener Juden, Vergangenheitsbewältigung, Entschädigung , Holocoust, Wiedergutmachung für Holocoust-überlebende,-opfer, Konzentrationslager Mauthausen, Enkelin auf Spurensuche ihrer Grossmutter


  • Piepheini; Peter Abraham

Ellermann, München, 1996, 157 S.

Geschichtliches: Zweiter Weltkrieg / Aussenseiter

Zweiter Weltkrieg- letztes Kriegsjahr , Berlin, Abhören von Feindsendern, Flucht, Spionageverdacht, Untergrundarbeit, starke Menschen, Widerstand, Spitzel, Schule, Freundschaft - Feindschaft, Drittes Reich, Hitlerjugend, Fanatismus, Nationalsozialismus


Nagel & Kimche, Zürich, 1999, 135 S.

Geschichtliches: 20. Jh. 2. Weltkrieg/ Judentum / Entwicklung Judentum; Drittes Reich

Eine im 2. Weltkrieg in die USA emigrierte deutsche Jüdin kommt unverhofft in ihre alte - damals konfizierte Wohnung in Deutschland zurück -; es entwickelt sich eine Art Vergangenheitsbewältigung aus Sicht eines heute gleichaltrigen Mädchens


  • Der Mann mit der Narbe; Kari Finje

CLV, Bielefeld, 2003, 156 S. Ill. Tb

Geschichtliches: 20.Jh./Zweiter Weltkrieg / Biografisches

einfach lesbar

Aussenseiter, Freundschaft, Feindschaft, Vorurteile, Mut, Jungen, russische Gefangene, Internierte, Zwangsarbeit, Flucht, verstecken, Zweiter Weltkrieg, Todesstrafe, Einquartierungen, Alltag im Krieg aus Sicht von Jugendlichen, Drittes Reich, Nationalsozialismus


Empfehlenswerte Bücher, die nicht primär Kinderschicksale beleuchten

Econ Ullstein, München, 80 S.

Geschichtliches: 20 Jh. 2. Weltkrieg: Antisemitismus Rassismus Juden, Auschwitz, Ghetto, 2. Weltkrieg, Antisemitismus, Schuldfrage


 

 

dtv junior, 1994,221 S.